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von Rudolf König
verfasst anlässlich und zur Erinnerung an die Donauradtour Passau – Wien vom 15.- 22.09.2009
Ich fuhr so an der Donau vor mich hin, ihr wisst wie das ist, da hat mich plötzlich die Muse geküsst. Ich musste es tun, ich konnt` es nicht lassen, die Erlebnisse kurz in ein paar Reime zu fassen.
So eine Donauradwandertour ist doch sehr schön, denn da gibt es Vieles und Interessantes zu sehn`. Von Passau bis Wien ging die Reise, ist das etwa viel? 336 km sind doch ein Kinderspiel! Es gab Sonne und es gab Regen und viel Rückenwind, das war ein Segen.
Wir waren im Freilichtmuseum bei den Kelten, so alte Sachen, die sieht man selten. Das Kloster Melk hoch auf des Berges Höh`n, das zu besichtigen war besonders schön. Es soll uns als Weltkulturerbe ewig erhalten sein, bei seinem Anblick fühlt man sich doch ziemlich klein.
Am nächsten Tag, oh Graus, oh Graus stellte doch jemand die Heizung aus. Nur 6-7° C, und das auf dem Donaukahn, wir kamen zähneklappernd in Spitz an. Zum Glück durften wir dann in der Wachau Wein probieren, das rettete uns alle vor dem Erfrieren.
Der letzte Tag heut war besonders lang, doch vor 70 km ist jetzt keiner mehr bang. Die Strecke war abwechslungsreich, was jedem gefällt, wir fuhren sogar über ein Stoppelfeld. Doch dann empfing uns Wien bei schönstem Sonnenschein, wenn Engel reisen, konnt` das doch nicht anders sein.
A propos Engel, die auch mit ein paar Fehlern behaftet waren und welche das sind, das werden wir jetzt erfahren.
Die Donau wälzte sich träge in ihrem Bett, unser „Pacemaker“, der Willi, war da nicht so nett. Der hatte den Tempomat auf 22 km/h programmiert und wer das nicht schaffte, war echt angeschmiert. Der fuhr wirklich immer den „runden Tritt“, doch letzten Endes kamen alle blendend mit.
Dahinter fuhr meist der Ernst, der heißt nur so, denn in Wirklichkeit ist er immer heiter und froh. Er ist eine echte rheinische Frohnatur und seine Witze und Tricks zeugen von hoher Kultur.
Dahinter tritt Helga, Miss Marathon, kräftig ins Pedal, was will sie auch machen, sie hat keine andere Wahl. Sie trainiert halt, alles Andere macht keinen Sinn, und nächstes Jahr wird sie wieder Deutsche Meisterin.
Dahinter kommt Cornelia, sie ist von der stillen Sorte, sie fährt drauflos ohne viel Worte. Und tut der Popo auch weh, das ist nicht schlimm, bis zum nächsten Morgen kriegt sie das schon wieder hin.
Der Harald ist ein ganz anderer Typ. Den hat man auf Anhieb nicht gleich ganz lieb. Doch wenn man ihm dann etwas näher begegnet, stellt man fest, der ist mit vielen Vorzügen gesegnet. Intelligent und witzig, um nur zwei Stärken zu nennen. Ja, man lernt manchen Menschen erst auf den 2. Blick richtig kennen.
Gerti und Gerd das ist ein Gespann, an deren Klasse kommt keiner so leicht heran. Er ist ein ausgesprochen cooler Typ, aber sie hat man gleich von Anfang an lieb. Gerd kommt gleich immer richtig zur Sache und Gerti hat von allen die schönste Lache.
Susanne und Richard die sind auch ein Paar, mit denen kommt doch ein jeder voll klar. Voller Power und Kraft haben sie alles geschafft und wenn sich alle ausruh`n, geht er zur Sus`n und dann fangen beide an zu schmusen.
Nicht zu vergessen unser Küken, die Carmen, die ist so nett, die möchte man immer umarmen. Doch auf dem Rad ist das nicht einfach, es bleibt nur ein Traum und das der in Erfüllung geht, das glaube ich kaum.
Beim Walter gibt es eigentlich gar nichts zu sagen. Mir bleiben da nur ein paar Fragen: Wo ist Dein liebes Weib, Deine süße Maus ? Oder lebst Du nach dem Motto: wer seine Frau liebt, lässt sie zu Haus.
Die nächste in der Reihe ist Ria, die mit dem wilden Haar. Zu der kann ich nichts sagen, das ist doch klar. Wenn ich sie lobe, wird sie mir zu stolz und wenn ich was Böses sage, wartet zu Hause das Nudelholz.
Und Rudolf, der Alte mit dem grauen Haar, der hat auf dem Buckel die meisten Jahr`. Über ihn kann ich nicht viel schreiben, er ist ein Stiller, aber wenn er mal anfängt, dichtet er wie Kollege Schiller.
But last not least, als letzter „Mann“, kommt Bernhardine, unsere “(L)Reiseleiterin dran. Sie ist die Powerfrau mit dem goldigen Gemüt, die dich immer anlacht, die sich um alles kümmert, die alles macht. Was die alles tut, dafür verdient sie eigentlich einen großen Orden, doch ist es etwas viel Schöneres geworden. Die Gruppe überreicht Dir nun ein T-Shirt zum Dank, das musst Du jetzt tragen, das kommt nicht in den Schrank. Etwas an Dir muss ich jetzt laut preisen: Du bist die „gute Seele“ von Meddy`s Sportreisen.
Und der Willi kriegt jetzt auch etwas in die Hand, zu einem echten Kerl passt ein guter Marillenbrand.
Ganz zum Schluss muss ich noch einen loben, dass wir keine Panne, keinen Unfall hatten, verdanken wir ihm dort oben !
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